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DJ Marcos CD-Reviews JUNI 2005

DJ_MARCOs REVIEWS:

JUNI 2005:


ben folds cover 01. BEN FOLDS – songs for silverman (Epic/Sony BMG)

Nach ersten Erfolgen seiner damaligen Band, dem Trio (und nicht wie so oft wegen des Namens vermutet wird Quintett) Ben Folds Five (1994-2000; 4 Alben) und dem Debüt-Hit-Album "rockin´ the suburbs" ("annie waits" und der Titeltrack dürften euch im Limit schon öfter zu Ohren gekommen sein) kommt der Wahl-Australier, 2fache Familienvater und neuerdings Austin-Powers-Lookalike jetzt mit einem neuen, abermals großartigen Album um die Ecke.

Natürlich war er zwischendurch nicht untätig, sondern hat im letzten Jahr gleich vier (!!!) neue EP´s veröffentlicht und außerdem Captain Kirk (also William Shatner) zu neuem (Sanges)Ruhm verholfen. Er kann also vieles, um nicht zu sagen ALLES: Er ist einer der besten Songwriter der Welt, kann toll singen, zauberhaft Klavierspielen; auf seiner letzten Platte spielte er sogar Schlagzeug, Bass, Gitarre, usw.usf. Für Schlagzeug und Bass hat er sich allerdings für die neue Platte mit Lindsay Jamieson und Jared Reynolds wieder Verstärkung ins Studio/in die Band geholt, um sich voll auf Gesang und Piano zu konzentrieren. Und es klappt hervorragend!!! Ich war zwar bei den ersten Durchläufen der CD noch etwas enttäuscht darüber, dass die Songs auf songs for silverman etwas ruhiger sind, als ich es erwartet hatte, aber nach mehr und mehr Durchläufen entwickelt sich diese CD immer mehr zu einer grandiosen Platte, die man diesen Sommer mit seiner Freundin oder auch alleine genießen kann und/oder sollte!!! Ich bin erneut begeistert, Mr. Folds!!!

Tracklist:

01. bastard

02. you to thank

03. jesusland

04. landed
05. gracie

06. trusted

07. give judy my notice

08. late

09. sentimental guy

10. time

11. prison food


system of a down 02. SYSTEM OF A DOWN – mezmerize (Columbia/Sony BMG)

Die Spannung steigt!!! Diesen Monat ist es endlich soweit; das neue Album, und somit Teil 1 der Doppelveröffentlichung im Jahre 2005 der meistgewünschten Band am Limit-DJ-Pult, nämlich System Of A Down´s mezmerize (im Herbst folgt ein weiteres Album namens hypnotize ) ist auf dem Markt!!! Bring Your Own Bombs!!!

"Inspiriert von Zappa, Goth, Punk, Black-Metal, Rock, Country, New Wave, Electronica, Folk und Weltmusik" behauptet Sänger Serj Tankian, der am Mikrofon neuerdings tatkräftig von Gitarrist und Haupt-Songwriter Daron Malakian unterstützt wird, und irgendwie kann ihm bei dieser merkwürdigen Beschreibung trotzdem niemand widersprechen, denn man findet in diesen elf Songs wirklich von allem genannten etwas wieder; wenn auch meistens Punk, Rock und Metal-Einflüsse für den "neuen" Süssem-Sound stehen (kommt übrigens von den Wünschen am DJ-Pult "ey dj, kannsu ma Süssem spielen, ey???"), oder sie versuchen alles gleich in einem Song unterzubringen. Immer wieder wird man beim Hören dieser Platte mit kranken Breaks und sonstigem, halsbrecherischem Allerlei überrascht, was die Songs abwechslungsreicher denn je erscheinen lässt. Ab und zu kann man herzhaft lachen, nur um im nächsten Moment wieder die Kinnlade fallen zu lassen. Außerdem findet sich sogar eine , naja, sagen wir "Halb"-Ballade mit lost in hollywood auf mezmerize wieder; so leise waren Süssem noch nie; aber gleichzeitig auch noch nie so laut!!! Die legitimen Nachfolger von Bands wie Rage Against The Machine, den alten Korn und/oder Faith No More!!!

Tracklist:

01. soldier side
02. b.y.o.b.

03. revenga

04. cigaro

05. radio/video

06. this cocaine makes me feel like i´m on this song

07. violent pornography

08. question!

09. sad statue

10. old school hollywood

11. lost in hollywood


hot hot heat 03. HOT HOT HEAT – elevator (Warner Music Group Company)

Die aktuelle Lieblings-CD meiner Freundin; so langsam könnte sie mal wieder ne andere CD in ihren Player werfen; andere MP3´s auf ihren Player laden und sowieso mal wieder mehr Weezer hören! Denn Hot Hot Heat aus Kanada klingen auf ihrem aktuellen Album elevator noch poppiger als auf ihrem Vorgänger "make up the breakdown" (welches die Band als ihr Debütalbum betitelt; vergessen die alten Zeiten mit anderem Sänger), der zwar auch sommerliche Pop-Rock-Hits a la "no, not now", "talk to me, dance with me" oder "bandages" zu bieten hatte, aber auch noch etwas vertrackteres/punkiges/abgefahreneres Songwriting und eine rauere Produktion vorweisen konnte, die jetzt (leider?) einer Hochglanz-glattpolierten Produktion zum Opfer fiel; und auch die Songs sind anders; zwar geht die CD bei den ersten Durchläufen sofort ins Ohr und man kramt des öfteren nach den Würmern, die da im Kopf hinterlassen wurden, doch wie ist das so schön bei einer Platte die sofort ins Ohr geht?? Richtig, sie geht genauso schnell wieder raus!!! (zumindest ist das bei mir so; nicht bei allen, siehe meine Freundin); ähnlich der grünen Weezer, nur das hier mehr Keyboards spielen und quäkeliger gesungen wird, aber mindestens so viele großartige Melodien und Tanzhits!!! Die konnt ich allerdings auch nur dreimal hören. Trotzdem wird diese Platte bei vielen von Euch/uns sommerliche Gefühle aufkommen lassen und vielleicht sogar bei einigen (vorwiegend weiblichen???) Gästen auch noch im Sommer ab und zu in den Player geworfen/drauf geladen und vor allem getanzt und mitgesungen!!! Bei meiner Freundin bin ich mir da 100%ig sicher!!! Für Sonnenschein-Tage diesen Sommer bestens geeignet und nur zu empfehlen!!!Nur bitte nicht vorher schon tothören.

Tracklist:

01. introduction

02. running out of time

03. goodnight, goodnight

04. ladies and gentlemen

05. you owe me and IOU

06. no jokes - fact

07. jingle jangle

08. pickin´ it up

09. island of the honest man

10. middle of nowhere

11. dirty mouth

12. soldier in a box

13. shame on you

14. elevator

 


nine inch nails 04. NINE INCH NAILS – with teeth (Interscope/Universal Music)

Der Trent und der Trend??? Das passt doch eigentlich nicht so recht zusammen; Nein, mit Trendhinterherlaufen hat dieses Album auch bestimmt nichts zu tun, nur hatte uns Trent Reznor auf seinen vorherigen Alben immer ziemlich viele Rätsel (bzw. rätselhafte Songs) mit auf den Weg gegeben und immer mehr Instrumentierungen bis zu Überinstrumentierungen an seinen Songs vorgenommen, während er auf seinem neuesten Werk with teeth endlich mal den Biss lockert (vielleicht wäre ja without teeth als Albumtitel passender gewesen, aber nee, das klingt zu sehr nach 3.Zähne-Senioren-Rock) und alles klarer und simpler erscheinen lässt; des Rätsels Lösung also. Liegt es daran das er keine Drogen mehr nimmt?? Keine Ahnung, mag sein, wenn er meint (er betont es zumindest in jedem Interview). "13 Songs die für sich stehen, miteinander allerdings gut befreundet sind" sagt der Meister selbst über sein neues Werk, und er behält Recht: ruhiger Einstieg mit all the love in the world , der mich ab der zweiten Hälfte an Fatboyslim´s Hit "praise you" erinnert; hihi; danach gleich das Biest des Albums you know who you are? , der im Mittelpart auch eine ruhige Passage versteckt, danach aber umso übler zurückkommt und alle melodiösen Gedanken sofort wieder auslöscht; dann The Collector mit dem großartigen Foo-Fighter Dave Grohl an den Stöcken (der ja auch schon u.a. bei Nirvana, Queens Of The Stone Age, Tenacious D., und vielen mehr getrommelt hat); danach die aktuelle Single und das einängigste Stück the hand that feeds usw.usf. bis wir schließ- und endlich beim letzten Lied, der wundervoll traurigen Ballade right where it belongs ankommen, dass meiner Meinung nach noch intensiver/besser ist als "hurt", der Schlusssong vom wohl bekanntesten NIN-Album "The Downward Spiral". Schade nur, dass Johnny Cash diesen Song nicht mehr covern kann…

Tracklist:

01. all the love in the world

02. you know who you are?

03. the collector

04. the hand that feeds

05. love is not enough

06. every day is exactly the same

07. with teeth

08. only

09. getting smaller

10. sunspots

11. the line begins to blur

12. beside you in time
13. right where it belongs

 



Autor: Marco -- 30.6.2006 12:34:59


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